Die Schamanin vom See…

Meine Reise in Schweden führte mich zu meinem derzeitigen Lieblingssee in diesem wunderschönen, weiten, wilden Land: dem Rogen. Umgeben von Fjäll, hohen Bergen über der Baumgrenze liegt er eingebettet zwischen Wäldern und Felsen und ist so groß, dass man mehrere Tage bräuchte, um ihn zu umrunden. Vor 10 Jahren war ich schon mal dort gewesen auf dem südlichen Kungsleden und den See wollte ich unbedingt noch einmal sehen, so magisch und schön und einfach anziehend wie er ist!

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Nach mehreren Tagen Anreise mit Bahn und Bus und per Anhalter und noch 10 km durch unwegsames Gelände zu Fuß war ich angelangt am See meiner Träume bei wunderschönem Sonnenschein! Ich konnte mein Glück kaum fassen, so riesig und weit und mit windigen Wellen lag er vor mir!

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Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Kanu auf dem See, eine unglaubliche Erfahrung! Einsame Strände, Rentiere, Buchten, plötzlich aufkommender Wind, der mich auf den weiten See hinaustreiben will… an einer Hütte dort waren zwei Archäologen, die gerade ein ca. 1000-1500 Jahre altes Grab frei legten. Sie zeigten mir Knochenreste und bearbeitete Knochenspitzen und erzählten, dass der See schon seit der Steinzeit besiedelt sei und auf dem Berg am gegenüberliegenden Ufer hatten sie Felszeichnungen mit Bär, Ren und Schlange und Symbolen gefunden. Kein Wunder, dass ich mich da so wohl fühle! Dieses Gebiet hat einfach etwas, einen gewissen Reiz, er ist beschützt, wunderschön, es gibt genügend Nahrung und die wenigen Strände und zugänglichen Uferstellen werden schon seit Tausenden Jahren genutzt!

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Am Abend machte ich eine schamanische Reise und kam zu einer Rentier-Schamanin, der Schamanin vom See… es war eine sehr erleuchtende Reise und ich sammelte am Ufer des Rogen noch passende Naturmaterialien für ihr Abbild in Filz: kleine Steinchen und einen passenden Stab und eine Feder fand ich auch! Als ich in der Sauna saß und auf den herrlichen See blickte, kam mir auch ein Lied, das ich fortan oft sang und summte auf meinem weiteren Weg um den See herum und weiter nach Süden:

Ancient Shamana of this land
ancient shamana of this lake
guide me with your wisdom
guide me with your spirit
reindeer, bear and snake
reindeer, bear and snake
guide me with your wisdom…

 

Und hier ist sie, die Schamanin vom See, die ich nach dem Bild aus meiner schamanischen Reise gefertigt habe:

 

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Sie ist etwas ganz Besonderes und Einmaliges, da auch die Naturmaterialien an ihr aus Schweden stammen, ich sie also nicht mehr so „original“ nachfilzen kann! Meine Filzfiguren lasse ich meistens los, sobald ich sie gefilzt habe, daher hat sie schon ein neues Zuhause gefunden 😉

 

Mondzeit zu Schulbeginn…

oder: Wo sind die Mondhütten, wenn frau sie braucht?

oder: Nimm dir Pausen, bevor du sie brauchst..

Mein Mondblut beginnt zu fließen, stockend, mit Bauchziehen… es fühlt sich an wie ein Knoten in meiner Mitte… der Mann hat nach einer durchtanzten Nacht Kopfweh, die Kinder streiten gefühlt unentwegt, ich hab so viel getan letzte Woche, dass ich eigentlich echt erschöpft bin…

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Im Flow der Wildfrauenzeit (meine prämenstruelle Phase) nehme ich kaum wahr, dass ich zu viel mache, es ist schön, so viel zu schaffen, es macht Freude, es macht Spaß, es ist wild, es geht alles… Aber eben nicht immer, nicht die ganze Zeit, nicht in der Mondzeit. Auf einmal ist da Müdigkeit, Schwere, mich abgrenzen wollen vom Rest der Welt…

In solchen Momenten frage ich mich, ob es das mal wirklich gegeben hat, die Mondhütten, wo die Frauen zur Mondzeit in Ruhe ihre Visionen haben konnten, ihre monatliche Visionssuche aus ihrer roten Mitte heraus vollziehen konnten, ohne Kinder und Haushalt und 3 Jobs meistern zu müssen… jetzt gerade frage ich mich einfach nur, warum frau ausgerechnet zu Weihnachten oder zu Schulbeginn ihre Tage bekommen muss… Tampon rein und weiter gehts wäre wohl das, was von uns erwartet würde… aber es fühlt sich einfach nicht richtig an für mich…

Die Sehnsucht nach Hingabe ans fließende Mondblut, das Verbundensein mit dem Großen Ganzen, die auftauchenden Visionen, die stille rote Kraft in mir…

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Empfinde es manchmal auch als Verschwendung, meine Mondzeit mit Arbeit, Kids und Co. zu verbringen, auch wenn ich mit gleichzeitiger Würdigung lebe, dass ich eben blute und in einem Zustand zwischen den Welten bin,,,

Aber an sich brauche ich Auszeiten nicht nur in der Mondzeit (da natürlich besonders)… Pausen braucht jeder finde ich… um in Ruhe zu essen, zu meditieren, hinaus in den Wald zu gehen oder as auch immer für jeden passend sein möge… und zwar nicht erst, wenn es zu spät ist, wenn man schon erschöpft und fertig und grantig ist, sondern vorher – sie sich regelmäßig zu nehmen, sie vorher schon einzuplanen, dass ich weiß, bis dahin schaffe ich es und ich tue mehr als genug, ich darf Pausen machen, erst recht in der Mondzeit…

Und so sitze ich nun am Fluss, lausche seinem beständigen Fließen und fließe mit…

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Friday Fives – wofür warst du diese Woche dankbar?

Zyklustag 29

Diese Woche war sehr arbeitsreich und vor allem einkaufsreich… da musste etliches für Kindergarten und Schule/Hort besorgt werden… aber es war ingesamt eine schöne Woche und dafür war ich besonders dankbar:

Lebensfreude

Oft spürte ich große Kraft und Lebensfreude in mir, echt wunderbar 😉 vor allem beim Rad fahren, bei Treffen mit Freunden, aber auch bei der Arbeit sowohl im Laden als auch beim Filzen und Planen neuer Angebote!

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Kinderfreuden

Die Große kommt ja nun bald in die Schule und derweil ist sie schon im Hort, was ihr gut gefällt und sie mir auch gleich noch mal mindestens 5 cm größer vorkommt, dort kann sie viel selbstständiger sein, viel mehr basteln als im Kindergarten und sie freut sich schon so aufs Lernen…. hoffen wir, dass es bleiben kann… An sich war es auch eine Freude ihnen beim Spielen zuzusehen oder beim Klettern und Hürdenlauf machen… Ich konnte mit jedem von ihnen mal einen Nachmittag allein verbringen, was mir sehr gut getan hat und mir große Freude mit ihnen gebracht hat 😉

 

Wildfrauenzeit

Diese Woche war ich in der prämenstruellen Phase, wo ich ja meist eher wild und freiheitsliebend und kreativ und schnelle bin… Ich hatte richtig Lust zum Saubermachen (so am 22.-25. Zyklustag rum ist das meistens), wo ich unbedingt alles Alte wegputzen und -fegen möchte, nicht mehr gebrauchtes aussortieren möchte. Meiner Familie sag ich auch immer Bescheid, ich bin dann mit den Kindern nicht so geduldig, dafür gibt es eine extra saubere Wohnung so mit Staub wischen auf allen Regalen und sortierter Kinderkleidung, was ja auch mal gut ist 😉 An manchen Tagen komm ich dann auch gut in einen kreativen Flow voller neuer Ideen, Umsetzungskraft und  Tatendrang, das ist zwar manchmal auch ermüdend im Endeffekt, aber auch berauschend und bringt mich echt weiter! Dazwischen muss ich mir aber Wildfrauenzeit im Wald gönnen, das mich dann wieder wunderbar zur Ruhe und Erdung bringt!

 

Sinnlichkeit

Leben ist Spüren – diesen Satz hab ich mal bei einem Mentoring gehört und er trifft für mich wunderbar zu, denn durchs Spüren komm ich ins Hier und Jetzt, die Gedanken hören auf, ich komm zur Ruhe… wenn ich bewusst dusche, esse, gehe, liege, berühre und berührt werde…. einfach schön 😉

 

meine Arbeit

Diese Woche durfte ich auch wieder ganz viel Wertschätzung für meine Arbeit lernen, mir wieder bewusst machen, was daran alles gut ist, wieviel Spaß es mir macht, welch nette Kolleginnen ich hab, ich das alles wieder mehr zu schätzen weiß nach jahrelanger Suche und Arbeitslosigkeit!

 

Und ihr, wofür wart ihr diese Woche dankbar?

Die Friday Fives sammelt wie immer Nadine von buntraum.at

 

 

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Es ist wieder mal der 5. des Monats, also wieder Zeit mal zu schauen, was ich so heute den ganzen lieben langen Tag gemacht habe 😉

Konnte glücklicherweise bis nach 7 schlafen, da der Gatte die Kids weggebracht und ihnen unterwegs Jause gekauft hat (wie so oft ist am Montag einfach nix mehr essbares im Haus…). Frühstücken vor meinem Altar, Fertigmachen für die Arbeit, Zusammenpacken, das Radl ins Auto (heute fahre ich ausnahmsweise mal mit dem Auto bis zum Stadtrand, dann mit dem Rad weiter, weil noch so viel zu erledigen ist…) und erste Station heute der Markt, wo es Matschgewand für die Kids im Angebot gibt und es natürlich so halb 9 schon alles ausgeklaubt ist, aber ich bekomm noch was Passendes… Danach mit dem Rad in die Stadt, zum Glück hat es zum Regnen aufgehört.

Hatte ja so Lust auf Postkarten schreiben, dass ich mal herum gefragt hatte, ob jemand welche bekommen und selber an mich welche schreiben möchten, es hatten sich auch 7 gemeldet und so suchte ich nun in der Stadt nach passenden Karten, gar nicht so leicht, schöne zu finden… Nebenbei besorgte ich noch ein paar Sachen für die Schultüte meiner Tochter. Noch eine Zwischenmahlzeit gegessen, Handy gecheckt und to-do-liste abgehakt, ehe es um 10 ans Arbeiten ging – Sachen schlichten und sortieren, Waren aufnehmen, Kaffees für liebe Omis richten, das Baby einer lieben karenzierten Kollegin bewundern und Kunden beraten… das ging dann heute bis 14 Uhr, danach schnell etwas essen und zum Auto radeln, noch was einkaufen in einem Einkaufszentrum für die Kids und mit dem Auto zum Supermarkt nach etwas Essbarem jagen… wenn mir doch nur ein Kochplan einfallen würde, naja, so hab ich halt planlos einfach was gekauft, was es im Angebot gab…

Nach Hause fahren, Kisten und Taschen hinaufschleppen, das Radl in den Garten stellen, Post holen, mich über die Ankunft des She Who Knows Magazine freuen, oben die Sachen verstauen und erstmal verschnaufen… Es war zwar schon kurz vor 4 und eigentlich wollte ich die Kinder gleich holen, aber ich brauchte eine Pause – am besten im Wald! Fuhr also noch kurz in meinen Lieblingswald um die Ecke – zog die Schuhe aus und genoss….

…die weiche feuchte kühle Erde unter meinen nackten Füßen, das leise Rauschen des Waldes im Wind, die Rufe der Bussarde, das Knuspern der Eichhörnchen in den Bäumen, der Duft von Moos und nassem Holz, Kiefernnadeln und Herbst, das goldene Licht im Spätsommergrün… ganz langsam und bewusst schritt ich auf kleinen verwinkelten Pfaden, nahm alles in mich auf, was ich sah, hörte, roch und spürte. Setze mich für eine Weile an einen Baum neben ein großes Moospolster…

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Irgendwann, es kam mir recht lange vor, da es eine intensive bewusste Zeit gewesen war, holte ich die Kinder, die Große war recht hungrig und wie ich etwas grantig in solchen Fällen, also schnell etwas zu essen richten, ich selbst hatte auch Hunger und wir aßen. Die Kids stritten sich erst eine Zeit, ehe sie miteinander ins Spielen kamen, sie schauten noch kurz Film, während ich anfing, die Postkarten zu schreiben…

Heute schaute ich, dass sie recht früh ins Bett kamen, damit noch genug Zeit zum Reden war. So untertags kommt man ja manchmal gar nicht mit ihnen ins Gespräch und so mag ich es gerne am Abend, wenn alles fertig ist, sie umgezogen und Zähne geputzt haben, die Gutenachtgeschichten gelesen sind, liegen wir zusammen im Bett und sie erzählen mir von ihrem Tag. Man merkt nun echt, dass es Herbst wird, es wird dunkel, wenn ich aus ihrem Zimmer komme…

Nun ist es nach halb 9, sie schlafen, ich schreibe diesen Artikel und werde noch an meinem spannenden Roman weiterlesen!

Und ihr, was habt ihr heute gemacht?

„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ sammelt wie immer Frau Brüllen